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Akquise-Anschreiben

Akquise-Anschreiben: Vorlagen für die Neukundengewinnung

Fünf Vorlagen für Akquise-Anschreiben im B2B: Brief, Telefonleitfaden, E-Mail nach dem Telefonat, E-Mail ins Ausland und Nachfass-Mail.

· 3 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Ein gutes Akquise-Anschreiben ist kurz, handelt vom Empfänger statt von Ihnen und endet mit einer einfachen Frage. Der Aufbau ist immer gleich: persönlicher Einstieg über den Betrieb → erkannter Bedarf → Ihr Angebot in einem Satz → ein leichter nächster Schritt. Achten Sie in Deutschland auf den Kanal: Brief und Telefon sind für den Erstkontakt zulässig, die E-Mail erst mit Einwilligung (Details zur Rechtslage).

Der Aufbau jeder Vorlage

  1. Persönlicher Einstieg: ein Satz, der nur zu diesem Betrieb passt – „Auf der Website Ihrer Praxis habe ich keine Online-Terminbuchung gefunden.“
  2. Bedarf: warum das für den Empfänger wichtig ist, in seinen Worten.
  3. Angebot in einem Satz: „Wir richten Online-Terminbuchung für Zahnarztpraxen in einer Woche ein.“
  4. Ein nächster Schritt: eine Frage, die mit einem Wort beantwortet werden kann.
  5. Absender und Ausstieg: vollständiger Absender, Impressum, und der Hinweis, dass ein kurzes „Nein“ genügt.

Vorlage 1: Akquise-Brief

[Ihr Briefkopf mit vollständigem Absender]

Online-Terminbuchung für [Betrieb]

Sehr geehrte/r [Name],

beim Blick auf die Website von [Betrieb] ist mir aufgefallen, dass Ihre Patientinnen und Patienten Termine bisher nur telefonisch vereinbaren können. Gerade abends, wenn niemand ans Telefon geht, wünschen sich viele eine Online-Buchung.

Wir richten für Praxen in [Stadt] eine Online-Terminbuchung ein, die mit Ihrem bestehenden Kalender verbunden ist – in etwa einer Woche.

Hätten Sie in den nächsten zwei Wochen zehn Minuten für ein kurzes Telefonat? Sie erreichen mich unter [Telefon]. Wenn das Thema für Sie nicht passt, genügt eine kurze Nachricht, dann melde ich mich nicht mehr.

Mit freundlichen Grüßen [Name], [Firma]

Vorlage 2: Telefonleitfaden

„Guten Tag, [Ihr Name] von [Firma] aus [Ort]. Ich rufe an, weil mir auf Ihrer Website aufgefallen ist, dass man bei [Betrieb] noch nicht online buchen kann. Wir richten das für [Branche] ein. Ist das ein Thema, das Sie dieses Jahr angehen möchten?“

Bei Interesse: „Darf ich Ihnen eine kurze Übersicht per E-Mail schicken? An welche Adresse?“ → Zustimmung mit Datum und Uhrzeit notieren.

Bei Absage: „Danke für die klare Antwort, dann melde ich mich nicht wieder.“ → Kontakt sperren.

Telefonakquise im B2B setzt eine zumindest mutmaßliche Einwilligung voraus: Stützen Sie den Anruf auf einen konkreten, erkennbaren Bedarf des Betriebs.

Vorlage 3: E-Mail nach dem Telefonat (mit Einwilligung)

Betreff: Wie besprochen: Online-Terminbuchung für [Betrieb]

Guten Tag [Name],

vielen Dank für das Gespräch heute. Wie vereinbart schicke ich Ihnen die Übersicht: [ein Satz zum Angebot, ein Satz zum Ablauf, ein Satz zum Preis oder Link].

Passt Ihnen ein Termin am [Tag] um [Uhrzeit] für zehn Minuten?

Viele Grüße [Name], [Firma], [Telefon] – Impressum: [Link] Sie möchten keine weiteren E-Mails? [Abmelden]

Vorlage 4: E-Mail an Unternehmen im Ausland

Für Empfänger in Ländern, deren Recht B2B-E-Mails mit Abmeldemöglichkeit erlaubt (z. B. USA, Vereinigtes Königreich für Firmenadressen), und in deren Sprache:

Subject: Online booking for [Business]

Hi [Name], I was on [Business]'s website and couldn't find a way to book online. We set this up for [industry] in about a week, connected to your existing calendar. Would a 10-minute call this week be useful? If not, just say so and I won't follow up.

[Name], [Company], [website] · [Unsubscribe]

Vorlage 5: Nachfassen (drei bis fünf Werktage später)

Betreff: AW: Wie besprochen: Online-Terminbuchung für [Betrieb]

Guten Tag [Name], ich wollte kurz nachfragen, ob Sie die Übersicht anschauen konnten. Ist das Thema für dieses Jahr interessant? Ein kurzes Ja oder Nein reicht völlig.

„AW:“ ist hier in Ordnung, weil es eine echte Antwort auf eine laufende Unterhaltung ist – bei einer ersten Nachricht nie.

Gute Betreffzeilen

  • Sachlich und konkret: Online-Terminbuchung für [Betrieb], Frage zu Ihrer Speisekarte, [Branche] in [Stadt] – kurze Idee
  • Drei bis sechs Wörter
  • Vermeiden: GROSSBUCHSTABEN, „!!!“, „GRATIS“, gefälschtes „AW:“ oder „WG:“ bei der ersten Nachricht

Häufige Fehler

  • Einstieg mit der eigenen Firmengeschichte statt mit dem Betrieb des Empfängers
  • Mehrere Bitten auf einmal (Anruf, Demo, Broschüre, Link)
  • Anhänge und viele Links in der ersten Nachricht
  • Derselbe Text an hunderte Empfänger
  • Werbe-E-Mails an deutsche Unternehmen ohne Einwilligung
  • Erfundene Referenzen oder Zahlen – nennen Sie nur Ergebnisse, die Sie belegen können

Wie Quasar dabei hilft

Quasar sammelt für jeden gefundenen Betrieb genau die Angaben, die eine persönliche Ansprache braucht – Branche, Stadt, ob es eine Website gibt und was dort fehlt – und schreibt daraus für jeden Betrieb eine eigene Nachricht nach dem Aufbau dieser Vorlagen, in der Sprache des Empfängerlandes. Jeder Entwurf bleibt vor dem Versand bearbeitbar, sodass Sie ihn als Brief, Gesprächsleitfaden oder – mit Einwilligung – als E-Mail verwenden können. Wie Sie die passenden Betriebe finden, lesen Sie in Neukunden gewinnen im B2B.

Häufige Fragen

Wie schreibe ich ein gutes Akquise-Anschreiben?

Kurz und konkret: ein persönlicher Einstieg über den Betrieb des Empfängers, der erkannte Bedarf, Ihr Angebot in einem Satz und eine einfache Frage als nächster Schritt. Im Brief höchstens eine Seite, in der E-Mail 50 bis 120 Wörter.

Darf ich ein Akquise-Anschreiben per E-Mail an Firmen schicken?

In Deutschland nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung des Empfängers oder unter den Voraussetzungen der Bestandskundenausnahme (§ 7 Abs. 3 UWG). Per Brief ist das Anschreiben erlaubt, solange der Empfänger nicht widersprochen hat.

Was gehört in die Betreffzeile?

Drei bis sechs Wörter, sachlich und konkret, idealerweise mit dem Namen des Betriebs oder dem Thema, z. B. „Online-Terminbuchung für Praxis Müller“. Keine Großbuchstaben, keine Ausrufezeichen, kein gefälschtes „AW:“.

Wie oft sollte ich nachfassen?

Ein- bis zweimal im Abstand von drei bis fünf Werktagen, jedes Mal kürzer. Nach einer Absage oder Abmeldung nicht mehr.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Prüfen Sie die aktuelle Rechtslage und Ihren Einzelfall mit einer Fachperson.

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