SPF DKIM DMARC
SPF, DKIM und DMARC einfach erklärt: die Regeln von Gmail und Outlook
Was SPF, DKIM und DMARC sind, wie Sie die DNS-Einträge einrichten und welche Regeln und Versandlimits Gmail und Outlook vorgeben.
Kurze Antwort: SPF, DKIM und DMARC sind drei DNS-Einträge, mit denen Ihre Domain beweist, dass eine E-Mail wirklich von Ihnen stammt. Gmail und Outlook.com verlangen alle drei von Absendern mit mehr als 5.000 E-Mails pro Tag – DMARC mindestens mit p=none – und filtern oder blockieren sonst. Auch bei kleinem Volumen sind sie die Grundlage dafür, dass Ihre Mails im Posteingang statt im Spam landen.
Die drei Einträge in einem Satz
| Eintrag | Was er tut | Vergleich |
|---|---|---|
| SPF (Sender Policy Framework) | Listet die Server, die für Ihre Domain senden dürfen | Gästeliste am Eingang |
| DKIM (DomainKeys Identified Mail) | Signiert jede E-Mail kryptografisch | Siegel auf dem Umschlag |
| DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) | Prüft, ob SPF/DKIM zur sichtbaren Absenderdomain passen, legt fest, was bei Fehlern passiert, und schickt Berichte | Hausordnung mit Protokoll |
SPF einrichten
Ein TXT-Eintrag auf Ihrer Domain. Beispiel für Google Workspace:
v=spf1 include:_spf.google.com ~all
Nutzen Sie mehrere Dienste (z. B. Google Workspace und einen Newsletter-Dienst), kommen alle include:-Angaben in einen SPF-Eintrag. Zwei SPF-Einträge auf derselben Domain machen SPF ungültig. Achten Sie auf das Limit von zehn DNS-Abfragen.
DKIM einrichten
- In der Admin-Konsole von Google Workspace (oder Microsoft 365) einen DKIM-Schlüssel erzeugen – 2048 Bit, wenn möglich.
- Den angezeigten TXT-Eintrag (z. B. unter
google._domainkey) im DNS anlegen. - In der Admin-Konsole die Signierung aktivieren – das wird oft vergessen.
DMARC einrichten
Ein TXT-Eintrag unter _dmarc.ihredomain.de:
v=DMARC1; p=none; rua=mailto:dmarc@ihredomain.de
p=none: nur beobachten und Berichte sammeln (Mindestanforderung von Gmail und Outlook)p=quarantine: fehlerhafte Mails in den Spam-Ordnerp=reject: fehlerhafte Mails abweisen
Starten Sie mit p=none, lesen Sie die Berichte einige Wochen und verschärfen Sie dann schrittweise.
Die Regeln von Gmail und Outlook
| Anforderung | Gmail (über 5.000/Tag) | Outlook.com (über 5.000/Tag) |
|---|---|---|
| SPF | Pflicht | Pflicht |
| DKIM | Pflicht | Pflicht |
| DMARC | mindestens p=none, ausgerichtet an SPF oder DKIM |
mindestens p=none, ausgerichtet an SPF oder DKIM |
| Abmeldung mit einem Klick | Pflicht bei Werbe-Mails (RFC 8058), Umsetzung binnen zwei Tagen | empfohlen |
| Spam-Rate | unter 0,3 % in den Postmaster Tools (Ziel: unter 0,1 %) | Beschwerden niedrig halten |
| Gilt seit | Februar 2024, verschärfte Durchsetzung seit November 2025 | 5. Mai 2025; Verstöße werden mit 550 5.7.515 Access denied abgewiesen |
Google verlangt außerdem von allen Absendern mindestens SPF oder DKIM.
Versandlimits von Gmail und Outlook
| Konto | Tageslimit |
|---|---|
| Gmail privat | 500 E-Mails, höchstens 500 Empfänger pro E-Mail |
| Google Workspace | 2.000 Nachrichten pro Nutzer; 10.000 Empfänger insgesamt, 3.000 externe |
| Google Workspace (Test) | 500 Nachrichten |
| Outlook.com mit Microsoft-365-Abo | 5.000 Empfänger, 500 pro Nachricht, 1.000 neue Empfänger pro Tag |
| Exchange Online (Microsoft 365 Business) | 10.000 Empfänger pro Postfach |
Quellen: Hilfeseiten von Google und Microsoft (Stand Oktober 2026). Die Limits sind Obergrenzen, keine Zielwerte: Für persönliche Akquise-Mails sind unter 100 pro Postfach und Tag mit langsamer Steigerung (Aufwärmphase) ein guter Richtwert.
Abmeldung mit einem Klick (RFC 8058)
Zwei Kopfzeilen in jeder Werbe-Mail:
List-Unsubscribe: <https://example.com/unsubscribe/abc123>, <mailto:unsubscribe@example.com>
List-Unsubscribe-Post: List-Unsubscribe=One-Click
Gmail zeigt dann neben dem Absender einen „Abbestellen“-Link; ein Klick genügt, ohne Anmeldung und ohne Bestätigungsseite. Zusätzlich gehört ein sichtbarer Abmeldelink in den Text – in Deutschland verlangt § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG ohnehin eine gültige Adresse für den Widerspruch.
Checkliste vor dem ersten Versand
- Genau ein SPF-Eintrag mit allen sendenden Diensten
- DKIM-Schlüssel veröffentlicht und Signierung aktiviert
- DMARC mit
p=noneund Berichtsadresse - Abmeldung mit einem Klick und sichtbarer Abmeldelink
- Aufwärmplan für neue Postfächer, Abstand zwischen den Mails
- Rechtsgrundlage geprüft – in Deutschland Einwilligung für Werbe-E-Mails (mehr dazu)
Wie Quasar dabei hilft
Quasar versendet über Ihr eigenes Gmail-Konto, mit 30 bis 90 Sekunden Abstand zwischen zwei Mails, Tageslimit und Aufwärmstufen pro Postfach. Jede E-Mail enthält die Kopfzeilen nach RFC 8058 und einen sichtbaren Abmeldelink; Abmeldungen und unzustellbare Adressen werden dauerhaft gesperrt. SPF, DKIM und DMARC richten Sie einmalig bei Ihrem Domain-Anbieter ein – bei einem reinen @gmail.com-Konto übernimmt Google die Authentifizierung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SPF, DKIM und DMARC?
SPF legt fest, welche Server für Ihre Domain senden dürfen. DKIM versieht jede E-Mail mit einer kryptografischen Signatur. DMARC verbindet beides mit der sichtbaren Absenderadresse, sagt dem Empfänger, was bei einem Fehlschlag passieren soll, und schickt Ihnen Berichte.
Sind SPF, DKIM und DMARC Pflicht?
Für Absender mit mehr als 5.000 E-Mails pro Tag an Gmail bzw. Outlook.com sind alle drei Pflicht, DMARC mindestens mit p=none. Google verlangt SPF oder DKIM von allen Absendern. Unabhängig vom Volumen sind die drei Einträge die Grundlage guter Zustellbarkeit.
Wie viele E-Mails darf ich mit Gmail pro Tag senden?
Ein privates Gmail-Konto: 500 E-Mails pro Tag. Google Workspace: 2.000 Nachrichten pro Nutzer und Tag, höchstens 10.000 Empfänger insgesamt und 3.000 externe Empfänger; Testkonten 500.
Welche DMARC-Richtlinie soll ich wählen?
Beginnen Sie mit p=none und einer rua-Adresse für Berichte. Wenn die Berichte zeigen, dass alle legitimen Absender SPF/DKIM bestehen, wechseln Sie schrittweise zu p=quarantine und später p=reject.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechtsberatung. Prüfen Sie die aktuelle Rechtslage und Ihren Einzelfall mit einer Fachperson.